Die "Hausmeisterlegende"

 ...Herr Rombach geht von Bord. In einer würdigen und bewegenden Abschiedsveranstaltung wurde am 31.3.22 Herr Rombach feierlich verabschiedet, der über 19 Jahre das Goethe-Gymnasium prägte.

Herr Rombach durfte bei der feierlichen Verabschiedung im würdigen Rahmen mehr lobende Worte über sich ergehen lassen, als ihm normalerweise recht ist – und doch waren alle Lobeshymnen mehr als zutreffend. Was sagten Herr Dr. Michalke-Leicht als Schulleiter, der Personalrat, der Elternbeirat und die SMV über den umtriebigen (Ex-) Hausmeister, der noch gar nicht so in das Bild eines Pensionärs passen will:
Er sieht alles, ein wahrer Kümmerer, läuft niemals leer, ist gut geerdet, auf dem Boden der Tatsachen, pragmatisch ja, doch so etwas wie Pfusch gibt es als gelernter Handwerker und Zimmermann nicht, ein Handwerker mit hohem Berufsethos und Pflichtbewußtsein.  Er ist sportlich, ein Naturbursche, leidenschaftlicher Radrennfahrer mit regelmäßigen Mallorca bzw. Tour de France-Etappen. Herr Rombach – aus einer Großfamilie kommend- zeigt klare Kante, hinter einer rauen Schale verbirgt sich jedoch ein weiches Herz.
Ein Fotobuch mit vielen Bildern und Impressionen des schönsten Schulgebäudes der Stadt soll dafür sorgen, dass er das Goethe nicht vergisst, das er seit 2003 gehütet hat wie seinen Augapfel.
Die Schüer/innen hatten Respekt vor ihm, entdeckten aber auch immer wieder den weichen Kern nach dem ersten „Ansch…“. Und hätte überhaupt ein Goethe-Hock funktioniert ohne den umsichtigen helfenden Gesamtblick, jede hergezauberte Steckdosenleiste und die spontane Nothilfe, wenn gar nichts mehr ging.

Oder wie es Herr Lorenz auf den Punkt brachte: Herr Rombach ist der einzige Mensch an der Schule der mit 2 Tischen und 5 Stühlen links und rechts gleichzeitig in Stockwerk eins, zwei und drei gleichzeitig sein konnte, frei nach dem Märchen vom „Hase und Igel“: „bin schon da“, „ist schon erledigt“. Alle Mitfeiernden konnten schließlich in die finale Laudatio miteinstimmen: Herr Rombach ist wahrhaftig „überwältigend“!

(M. Mühlich)